Projekte

Handlungsziel 2.1: Soziale Prävention und Vernetzung stärken

Projektbündel 2.1: Soziale Prävention und Vernetzung

Beschreibung: Soziale prävention bezieht sich auf alle gesellschaftlichen Gruppen: Junge und alte Menschen verschiedener Herkunft, Religion und sozialen Status. Im Moment liegt der Schwerpunkt der Projektideen bei der Barrierefreiheit (vom Kind bis zum Greis) sowie bei Projekten, die die Alltagskompetenz alter Menschen im häuslichen Umfeld gezielt fördern und so eine Heimunterbringung vermieden oder so lange wie möglich herausgezögert werden kann. Weitere Projekte, die noch stärker zur Integration von Kindern und Jugendlichen beitragen, können sich hier noch entwickeln.

Projektbeispiel: Rheinisches Revier zum barrierefreien Sozial- und Wirtschaftsraum entwickeln. Dazu soll in einem ersten Schritt die Barrierefreiheit in der Region analyseiert und erhoben werden. Anschließend sollen Chancen und Herausforderungen bewertet, Schlüsselstrategien und Erfolgsfaktoren abgeleitet und in kompakte Umsetzungsvorschläge und Lösungen für alle an der Entwicklung der Region Beteiligten und Interessierten angeboten werden.

 

Handlungsziel 2.2: Nahversorgung durch multifunktionale Lösungen sichern

Projektbündel 2.2: Regionale Nahversorgung

Beschreibung: Innovative, multifunktionale Nahversorgungskonzepte, die es in der Region bereits gibt, können auf andere Standorte übertragen werden und so teilweise in die schlechte Versorgungssituation v.a. in kleinen und abgelegenen Dörfern wieder zu verbessern. Dazu ist es jedoch notwendig, die Ist-Situation zu analysieren und ein gesamtregionales Konzept zu erstellen, um passgenaue und wirksame Projekte zu initiieren. Auch die Förderung der Erzeugung und Vermarktung von regionalen Produkten zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung soll bei der Nahversorgung eine Rolle spielen.

Projektbeispiel: Interkommunales Konzept zur Sicherung der Nahversorgung. Oft ist die Entscheidung für oder gegen einen Wohnsitz auf dem Dorf mit dem Aspekt der Grundversorgung verknüpft. Neben der Grundversorgung soll bei diesem Projekt auch auf die Regionalität der Produkte und Vielfältigkeit der Vermarktungsmöglichkeiten einbezogen und dauerhaft gesichert werden. Dabei ist auf die Einbeziehung breit angelegter Wertschöpfungsketten zu achten. Konkret durchgeführt wird u.a. eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Strukturen, eine modellhafte Umsetzung an drei Standorten sowie die Etablierung einer Plattform für regionale Produkte.

 

Handlungsziel 2.3: Dörfer im Umsiedlungsraum attraktiv und lebenswert erhalten

Projektbündel 2.3: Lebenswerte Dörfer im Umsiedlungsraum

Beschreibung: Insbesondere Menschen in den Dörfern im Umsiedlungsraum müssen aktiv begleitet und unterstützt werden, um mit den persönlichen und sozialen Umbrüchen zurecht zu kommen und gmeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Ein wichtiges Instrument ist in diesem Zusammenhang die Dorfentwicklung, die dafür konzeptionelle und bauliche Lösungen auf Ortsebene bietet. Aber erst im Zusammenspiel mit den Beteiligungs-, Diskussions- und Lernprozessen werden die Dörfer lebenswerter und lebendiger. Dies gilt umso mehr für die Dörfer, die mit dem herannahendem Tagebau klar kommen müssen.

Projektbeispiel: Dorfforum und Dorf-Uni Lamersdorf. Bislang von Politik und Planung oft vergessen und geprägt durch eine verlorene Gemeinschaft, wurde mit der Dorfkonferenz im Herbst 2013 das bürgerliche Engagement wiederbelebt. Als Methoden der Weiterarbeit wurden Dorfforum und Dorf-Uni vereinbart. Für die konkrete Umsetzung von Ideen sollen sich moderierte Dorfgespräche bilden. Ziel des Vorhabens ist die Etablierung einer unabhängigen Kommunikationsstruktur. Zudem soll die Dorf-Uni als rechtlicher Träger des bürgerschaftlichen Engagements, zum örtlichen Bildungsträger und zum Knotenpunkt für soziale Hilfe im Ort auf- und ausgebaut werden. Kinder, Jugendliche und Senioren sollen dabei gezielt aktiviert werden.

 

Handlungsziel 2.4: Gezielte Nutzung des Internets für mehr Dialog und Austausch in der Region

Projektbündel 2.4: Dialog und Austausch

Beschreibung: Für den regionalen Zusammenhalt und die Stärkung der regionalen Identität sind Dialog und Austausch wichtige Elemente. Dabei gilt es, alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber Kinder und Jugendliche sowie Senioren vor Ort anzusprechen und einzubeziehen. Das Internet ist eine bestens geeignete und zeitgemäße Form zur zielgruppenspezifischen Vernetzung und Interaktion in der Region.

Projektbeispiel: Land-Post: Heimat zwischen Inde und Rur. Ein Blog. Der Blog behandelt Fragen zur gemeinsamen Identität, spürt auf, worüber wir lachen und worauf wir stolz sind oder was unsere Ängste sind. Er erzählt unsere Geschichten und die der anderen. Zielgruppe sind wir selber – indem wir uns gegenseitig erzählen (lassen) und bewusst machen (lassen), was es heißt, ein Revier zwischen Flüssen und Städten, Tagbauen und ihren Folgelandschaften zu sein.