Projekte

Handlungsziel 3.1: Sicherung und Inwertsetzung des kulturellen Erbes

Projektbündel 3.1: Wege und Spuren

Beschreibung: Die historischen und kulturellen Wurzeln aus der älteren (Römer, Baudenkmäler etc.) und jüngeren (Tagebau, Energiegewinnung, Indemann etc.) Vergangenheit sollen gepflegt und gezielt in identitätsbildenden Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen aufgearbeitet werden. Projekte, welche die vorhandenen „Wege und Spuren“ sichtbar und erlebbar machen, können einen aktiven Beitrag zur Inwertsetzung des kulturellen Erbes leisten.

Projektbeispiel: Sagenwanderung der Herrschaft Merode ist ein Impulsprojekt mit dem Ziel der Realisierung eines Themenwanderweges durch die Ortschaft der ehemaligen Herrschaft Merode. An verschiedenen, auch historisch realen und verknüpften Standorten entlang der Route sollen Infoschilder installiert werden. Darauf sollen Sagen aber auch ihr wahrer Inhalt dargestellt werden. Das Ganze wird kindgerecht aufgearbeitet und ein Audioguide entwickelt, um den Themenwanderweg per Smartphone noch erlebbarer zu machen.

 

Handlungsziel 3.2: Förderung von Kunst, Kultur und Begegnung

Projektbündel 3.2: Kunst, Kultur und Begegnung

Beschreibung: In der Natur aber v.a. auch an den kulturellen Orten findet Begegnung und Austausch zwischen Menschen in der Region, aber auch mit Besuchern und Gästen aus anderen Regionen statt. Daher ist es wichtig, dass es genügend orts- und bedarfsgerechte Räumlichkeiten für Aktionen und Veranstaltungen oder Treffpunkte zum Reden und Feiern gibt. Neben neuen multifunktionalen Gebäuden sind es gerade die bestehenden oder leerstehenden und fast vergessenen historischen Bauten, die ein großes und interessantes Potenzial für neue Nutzungen im Zusammenhang mit Kunst, Kultur und Begegnung bieten. Ganz nebenbei können die Projekte in diesem Projektbündel die regionale Identität fördern, integrativ wirken und weitere touristische Anziehungspunkte in der Region schaffen.

 

Handlungsziel 3.3: Revitalisierung und Inwertsetzung der Bergbaufolgelandschaft sowie Schutz wertvoller Arten und Biotope in der „alten“ und „neuen“ Natur und Kulturlandschaft

Projektbündel: Natur und Bergbaufolgelandschaft

Beschreibung: Schutz, Pflege und Inwertsetzung der verbliebenen und/ oder renaturierten Kulturlandschaften wie z.B. Streuobstwiesen, Wäler, Flussauen („Driesch“), Halden und Seen. Sie stellen wichtige Refugien für Tiere und Pflanzen dar, sind Wurzeln der „alten“ und „neuen“ regionalen Identität und bieten Anknüpfungspunkt zu traditionellen, aber auch innovativen nachhaltigen Newirtschaftsungsformen nach dem Prinzip „Schutz durch Nutzung“. Auch unter dem Gesichtspunkt der Naherholung und des Tourismus sowie des Klimaschutzes decken die hierzu entwickelten Projekte einen wichtigen Entwicklunsgebereich für die Region ab.

Projektbeispiel: Der „Barmer und Broicher Driesch“ erstreckt sich entlang des letzten noch fließenden Abschnitts der unteren Rur und zeichnet sich durch ihren mäandrierenden Flusslauf aus. Ziele des Projektes sind der Erhalt der für die Region typischen Auenlandschaft, die regionale Gewinnung und Vermarktung von Lebensmitteln und die nachhaltig extensive Bewirtschaftung des Drieschs, die Neuanschaffung bzw. Erhalt der biologischen Vielfalt und die symbiotische Nutzung als Natur-, Kultur- und Erholungslandschaft. Der Barmer Driesch soll als Pappeldriesch erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Dies soll such die extensive Beweidung durch schottisches Hochlandwildes erzielt werden. Dazu müssen die Weiden hergerichtet, eingezäunt und der Sturmbruch entfernt werden und durch Neuanpflanzungen von Pappeln ersetzt werden. Die Herde soll sich vermehren und die schlachtreifen Tiere in einer regionalen Vermarktung in den Metzgereien des Dorfes und im Umland als anchhaltig gewonnenes Fleisch verkauft werden. Das Vorhaben wird in vier Phasen umgesetzt: 1) Machbarkeitsstudie 2) Vorbereitung der Weideflächen 3) Verträge und Aufbau der Herde 4) Pilotbertieb.